Freiwillige Feuerwehren

Wenn wir euch nicht hätten!

Außerordentlich beeindruckend ist der nun vorliegende Jahresbericht der "Abteilung für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz" unseres Kreises. Sie ist zuständig für die "nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr" für 253.093 Menschen auf 1.066 Quadratkilometer in 23 Städten und Gemeinden und damit auch für unsere Feuerwehren.

Es gibt bei uns im Kreis 144 Freiwillige Feuerwehren in denen 3.229 Männer und 330 Frauen die Einsatzabteilungen bilden. Darüber hinaus sind 914 Ehemalige in den Alters- und Ehrenabteilungen und 220 machen Musik. In den 129 Jugendfeuerwehren sind 1.523 Jugendliche aktiv und in 21 Kindergruppen werden 267 Bambinis an die Feuerwehr heran geführt.

Das sind für sich beeindruckende Zahlen aber beim Beobachten der Entwicklung gehen die roten Lampen an. Seit 2009 ist die Beteiligung bei den Einsatzkräften abnehmend – 175 fehlen. Bei der Jugend gehen die Zahlen seit 2004 fortlaufend zurück. Da gibt es einen Verlust von 596.

Wenn wir gemeinsam diesen Trend nicht stoppen, gibt es in absehbarer Zeit einige Probleme.
Das belegen die Einsatzzahlen. 498 Brände mussten gelöscht werden, 392 mal wurde auf Brandmeldeanlagen reagiert und 1.117 mal war technische Hilfeleistung angesagt.
Bei den Brandeinsätzen wurden 68 Menschen gerettet – bei der technischen Hilfe waren es 67 und 16 konnten leider nur tot geborgen werden. 419 Fahrzeuge unterschiedlichster Art stehen den Wehren zur Verfügung – dazu 116 Anhänger und 10 Abrollbehälter.

Das gesamte System wird von der Freiwilligkeit und dem Ehrenamt getragen. Und dabei geht es nicht nur um die Einsätze, sondern auch um die Fähigkeiten dazu. Deshalb gibt es jede Menge Übungen und eine Vielzahl von Aus- und Fortbildung. Die Stunden, die in den Jahreshauptversammlungen der Wehren vorgetragen werden sind enorm und belasten die Kräfte in ihrer Freizeit. Zudem kommen die Aktivitäten und das Bereichern der verschiedenen Feste und Veranstaltungen durch die Feuerwehren in unserer schönen Westerwaldgemeinde hinzu.

Für all das kann das Dankeschön der gesamten Gesellschaft nicht dick genug sein.

Denn eines ist auch klar:
Die Freiwilligen Feuerwehren in Driedorf beispielsweise durch eine Berufsfeuerwehr zu ersetzen, hieße weitere hunderttausende Euro nur für Personalkosten aufzubringen.
Das können wir uns alle nicht leisten!

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