Neugierig sein auf Neues

Westerwaldschule Driedorf entlässt seine Abgänger

Driedorf. 60 Schülerinnen und Schüler aller drei Bildungsgänge nahmen am Freitag, 18.07. ihr Zeugnis aus den Händen ihrer Klassenlehrer und -lehrerinnen entgegen und verlassen nun nach 9 bzw. 10 Jahren die Westerwaldschule in Driedorf.

Zu Beginn der zweistündigen Feierstunde gaben die beiden Musiklehrerinnen Franziska Immel und Manuela Scheuch die emotionale Richtung des Nachmittags vor, indem sie das sowohl wehmütige als auch feierliche  „Auld lang syne“  intonierten. Der umgedichtete Schlager „Atemlos“ von Helene Fischer, den die beiden-  durch Mathelehrer David Hermann an der Gitarre unterstützt- vortrugen, leitete über zu Schulleiterin Gabriele Dietrichs Rede. Noch unter dem Eindruck der Fußballweltmeisterschaft stehend verglich sie die Leistungen der Schüler mit denen der Fußballer. Trotz mancher Trainingsrückstände sei es den Schülern mithilfe ihrer Trainer und Physiotherapeuten (gemeint waren hier Lehrer und Eltern) gelungen, bis an ihre jeweilige Leistungsgrenze zu gehen, um am Ende den verdienten Lohn des Schulabschlusses zu erhalten. Ebenso wie sich die Fußballer nun neue Ziele stecken müssten, forderte sie die Schülerinnen und Schüler auf, neugierig auf die nun kommende Lebensphase zu sein.

Bürgermeister Dirk Hardt betonte in seinem Grußwort ebenso das Gemeinschaftserlebnis, das sowohl der Sport als auch eine gemeinsam verbrachte Schulzeit herzustellen vermag.

Auf neue Freiheiten, die sich nun mit dem Ende der Schulzeit einstellen, verwies Schulelternbeiratsvorsitzende Sabine Hülsmann. Schulsprecher Daniel Mlaeb, einer der Abgänger, blickte stolz auf das Erreichte zurück und wies darauf hin, dass man nicht nur Französisch oder Latein gelernt habe, sondern auch vielerlei soziale Kompetenzen, auf die man sich bei allem Kommenden stützen könne. Die beiden Hauptschülerinnen Vanessa Beyer und Julia Metze bedankten sich bei den Verantwortlichen für die Unterstützung gerade in diesem letzten entscheidenden Schuljahr.

Eine etwas andere „Rede“ hielt Klassenlehrerin Tanja Hartmann. Sie trug das Gedicht „One day“ der Poetry-Slammerin Julia Engelmann vor, wo es heißt „Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein.- und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.“
Am Ende forderte sie die Abgänger auf, nun ihre eigenen Geschichten zu schreiben, die dann auch jedem ganz persönlich gehörten.

Neben den zahlreichen Wortbeiträgen wurde ein abwechslungsreiches Programm durch die Abgängerklassen auf die Bühne gebracht.  Den Anfang machte die 10 Gym, die in einem Sketch die Eigenheiten und Schrullen ihrer Lehrer gekonnt parodierte. Einen selbst choreographierten Tanz zeigte dann die 10 R1. „Tut er´s oder tut er´s nicht?“ hieß dann der Wettbewerb, den sich 10R2 und die 9er H-Klassen einfallen ließen. In selbst gedrehten Filmchen wurde der Frage nachgegangen, ob ausgesuchte Lehrer und Mitschüler bestimmte Aufgaben erfüllen oder es doch besser lassen. So konnte man zum Beispiel  Klassenlehrerin Petra Kaiser „kosmetisch aufgemotzt„ bestaunen oder Englischlehrer Dennis Witkowski dabei zusehen, wie er in einem Bärenkostüm von Klasse zu Klasse eilte, um den Schülern Angst und Schrecken zu verbreiten.

Die Feierstunde endete mit der Aushändigung der Zeugnisse durch die Schulleiterin und die Klassenlehrer. Als bester Absolvent der Hauptschulklassen mit dem Notendurchschnitt von 2,2 nahm Alexander Paul (9H2) die Glückwünsche der Fördervereinsvorsitzenden Helge Enners entgegen. Die besten Realschulabschlüsse erzielten Ann-Kathrin Schwarz (10R1) und Sundos Bondokji (10R2) mit dem Durchschnitt von 1,8. Mit 2, 0 schaffte Laura Köther den besten Notendurchschnitt der Gymnasialklasse. Alle Geehrten erhielten einen Gutschein.

Alle Schulabgänger fanden sich am Ende auf der Bühne ein, um gemeinsam „Ein hoch auf uns“, den Fußball-WM-Song, zu singen, dessen Liedzeile „Wer friert uns diesen Moment ein?“ den Gedanken und Gefühlen der Schülerinnen und Schüler Ausdruck verlieh.

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