Tipps zum richtigen Umgang mit dem Gelben Sack

Seit über 20 Jahren gibt es den Gelben Sack. Und noch immer scheint der Umgang damit alles andere als selbstverständlich zu sein. Die Abfallberater des Lahn-Dill-Kreises wissen davon ein Lied zu singen. „Das fängt schon bei den Zuständigkeiten an. Viele Bürger meinen, der Kreis wäre für die Gelben Säcke verantwortlich – das ist aber nicht so“, erklärt Lothar Brückel von der Abfallwirtschaft Lahn-Dill. Denn die Entsorgung der über den Gelben Sack gesammelten Verpackungen wird privatwirtschaftlich organisiert. Zuständig sind die Dualen Systeme.

Hinter dem Sammelsystem Gelber Sack steht die Verpackungsverordnung, die Hersteller und Handel dazu verpflichtet, Verkaufsverpackungen bei einem Dualen System zu lizenzieren und damit für eine ordnungsgemäße Rücknahme und Verwertung zu sorgen. Abfuhr, Verteilung sowie Qualität und Menge der Gelben Säcke regeln diese Systembetreiber direkt mit dem beauftragten Abfuhrunternehmen – im Lahn-Dill-Kreis ist das die ZR Recycling GmbH (Buseck). „Wer Fragen zum Gelben Sack hat, wendet sich also am besten direkt an die Verantwortlichen“, rät Brückel.
Unter Tel. 0800 7770008 hat die ZR GmbH eine kostenlose Hotline geschaltet.

Und das kommt rein in den Gelben Sack:

Leichtverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen sowie Tüten, Folien, Deckel – aber keine „stoffgleichen Nichtverpackungen“, wie es im Abfall-Jargon heißt. Wer also  z.B. Plastik-Spielzeug, Töpfe, Regentonnen oder Baustoffe im Gelben Sack entsorgt, muss damit rechnen, dass dieser liegen bleibt.
4000 Tonnen Verkaufsverpackungen werden jährlich im Lahn-Dill-Kreis eingesammelt. Gelbe Säcke werden einmal im Jahr an die Haushalte verteilt, außerdem sind sie in den Bürgerbüros erhältlich. Dennoch kommt es manchmal zu Engpässen bei der Versorgung mit Gelben Säcken. Ein Grund: Vielfach werden sie als Restmüllbeutel, Kleidersäcke, Abdeckfolien oder auch zur Sammlung von PET-Flaschen zweckentfremdet. Die ZR GmbH bittet deshalb darum, die Säcke ausschließlich für die Entsorgung von Verpackungen zu benutzen – nur dafür werden sie verteilt.

INFORMATION

Wer Joghurtbecher, Konservendosen, Getränkekartons und Co. über den Gelben Sack entsorgt, leistet einen Beitrag zur Stabilität der Abfallgebühren. Denn für die Entsorgung der Leichtverpackungen zahlt der Kunde schon über den Kaufpreis des Produktes. Landen die Verpackungen stattdessen in der grauen Tonne, liegen die Entsorgungskosten bei der kommunalen Abfallwirtschaft und damit ein zweites Mal beim Kunden bzw. Gebührenzahler.

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