100 Jahre Gimbel-Brunnen

Genau 100 Jahre ist es her, seit der damalige Revierförster Theodor Gimbel aus Heisterberg in einem Driedorfer Waldstück „in der Struth“ einen Brunnen errichtete. Seither war dieses Kleinod, unweit der heutigen Bergstraße, ein beliebtes Ziel für Spaziergänger bis es vor einigen durch einen Windbruch nahezu vollständig zerstört wurde.  Die kleine Brücke gab es nicht mehr und der markante Stein oberhalb des Wasserlaufs lag nicht mehr an seinem Platz. Den traditonsreichen Platz rechtzeitig zum „Hundertjährigen“ wieder aufzubauen, dieses Ziel setzte sich Gerd Lorenz. In vielen Arbeitsstunden räumte er das verwüstete Areal wieder auf, schleppte Steine, säuberte das kleine Bachbett, legte den Wasserzulauf frei und errichtete nicht zuletzt wieder eine kleine Brücke samt Handlauf. Der schwere Stein freilich konnte nicht von Hand gehoben werden, hier war maschinelle Hilfe nötig. Heiner Klaas kam sofort der Bitte nach Unterstützung nach und sorgte mit schwerem Gerät und handwerklichem Geschick dafür, dass nun der alte beschriftete Stein wieder fest über dem Wasserlauf thront. Parallel zu den Bauarbeiten starteten Recherchen zur Frage „Woher hat der Gimbel`s Born seinen Namen? Nachfragen ergaben, dass Theodor Gimbel aus Hohenroth stammte. Maria Kroppach aus Heisterberg erinnert sich noch an den damaligen Förster, dessen Enkel sowohl die beiden verstorbenen Brüder Manfred und Theo Heinigk waren, wie auch die Geschwister Gerhard, Ernst und Anneliese Hof (heute Brandenburger). Außerdem war der mit einem Geschäft in Driedorf ansässige Uhrmacher Herbert Gimbel ein Cousin des Försters. Damit das Driedorfer Kulturdenkmal wieder zu einem schönen Ausflugsziel wird, hat Bürgermeister Carsten Braun zugesagt, sich um eine rustikale Sitzgelegenheit zu kümmern. Darüber hinaus hat sich Carsten Braun bei Gerd Lorenz und Heiner Klaas mit einem kulinarischen Präsent für die tatkräftige Initiative bedankt.

Anette Plescher

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