Abfallwirtschaft nimmt Hartkunststoffe an

Aus Bobby-Cars und Gartenstühlen werden Regranulate

Gewissenhafte Abfalltrenner kennen das Problem: Wohin eigentlich mit Kunststoffen, die nicht in den Gelben Sack dürfen, weil es kein Verpackungsabfall ist? Das Bobby-Car, der Gartenstuhl oder der Wäschekorb landen bislang im Rest- bzw. Sperrabfall. Damit auch diese so genannten Hartkunststoffe einer Wiederverwertung zugeführt werden können, hat die Abfallwirtschaft Lahn-Dill ihr Angebot erweitert und nimmt nun am Abfallwirtschaftszentrum Aßlar kostenlos Hartplastik an.

Um daraus einwandfreie Regranulate für die Produktion neuer Kunststoffwaren herstellen zu können, konzentriert sich die Sammlung auf Gegenstände mit der Kennzeichnung PE (Polyethylen) oder PP (Polypropylen). Dabei handelt es sich z.B. um Gießkannen, Eimer, Kanister, Kisten, Komposter, Wassertonnen und Gartenmöbel sowie Sandkastenspielzeug. Nicht angenommen werden Produkte mit der Kennung PVC, PA, PS und ABS. Dazu zählen Rohre, Schläuche und Kabel sowie Auto- und Computerteile. Auch viele Gegenstände aus dem Bauinnenbereich wie z.B. Leisten, Profile, Rollläden, WC-Armaturen und Öltanks müssen draußen bleiben.

„Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir diese strikte Unterscheidung machen müssen, aber bei der stofflichen Verwertung von Kunststoff ist Sortenreinheit oberstes Gebot“, erläutert Frank Dworaczek, 1. Betriebsleiter der Abfallwirtschaft Lahn-Dill. Nach der Sammlung in Aßlar werden die Hartkunststoffe von einem hiesigen Partnerunternehmen in Sinn verpresst, bevor sie letztlich in einem Recyclingunternehmen in Thüringen zu hochwertigem Regranulat verarbeitet werden.

Hartkunststoffe können zu den Öffnungszeiten des Abfallwirtschaftszentrums Aßlar montags bis freitags von 7.30 bis 16.00 und samstags von 8.00 bis 12.00 Uhr abgegeben werden.

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