Blaulicht zum Anfassen und hautnah erleben

Ev. Kita Driedorf

Einen ganz besonderen Tag erlebten am Sonntag, den 26. Juni 2016 bei strahlendem Sonnenschein alle kleinen und großen Besucher beim ersten Driedorfer „Blaulicht-Tag“.

Das vom Förderverein „Freunde der Arche Noah“ und der Ev. Kindertagesstätte ausgerichtete Fest wurde bereits im Februar 2015 auf Vorstandsebene geplant. Mit jeder Sitzung nahm das geplante Fest mehr Form an und die gemeinsamen Vorbereitungen durch den Förderverein, die Hilfsorganisationen sowie den Mitarbeiterinnen der „Arche Noah“ bildete dabei die Grundlage für den Blaulicht-Tag.

An dieser Stelle möchten wir uns für die besondere Unterstützung und die Bereitschaft von Herrn Christoph Kaiser und Frau Petra Schäfer bedanken. Herr Kaiser stellte sein Gelände rund um die Edeka Märkte zu Verfügung und darüber hinaus unterstützte er das Fest in vielfacher Form.

So stieg die Spannung und Vorfreude bei den Mädchen und Jungen in den letzten Tagen vor dem Fest besonders an, denn es gab allerlei hautnah zu erleben: die Driedorfer Feuerwehrfrauen        und -männer, die Sanitäterinnen und Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes aus Driedorf, die Helfer des THW aus Dillenburg, die Polizistinnen und Polizisten des Polizeipräsidiums Mittelhessen sowie die BRH Rettungshundestaffel am Rothaarsteig aus Driedorf.

Doch die Vorstellungen und Phantasien der Kinder wurden bei Weitem übertroffen und so begann bei strahlendem Sonnenschein um 11.00 Uhr das Fest mit einer sehr ansprechenden Andacht durch Pfarrer Michael Zlamal.

Alle Mädchen und Jungen der Arche Noah hatten in den letzten Wochen mit ihren Erzieherinnen und Frau Zerbe dazu Liedbeiträge eingeübt. In dem Anspiel vom „barmherzigen Samariter“, wurde die Wichtigkeit der Einsätze durch unsere „guten Helfer“ auf die heutige Zeit transferiert. Die Englisch- Gruppe unter der Leitung von Frau Benner-Marcy erfreute ebenfalls die Eltern, Großeltern und viele weitere Gäste mit dem Lied „Five little monkeys“. Auch eine vor kurzem gebildete Chorgruppe bereicherte die Andacht mit dem Lied „Anker in der Zeit“ unter der Leitung der Dekanats-Kirchenmusikerin Andrea Zerbe.

Im Anschluss an den Gottesdienst stürmten die kleinen und großen Gäste zu den Aktionen der Rettungskräfte, denn heute war „Blaulicht zum Anfassen und hautnah erleben“.

So konnten bei der Freiwilligen Feuerwehr Driedorf alle Einsatzfahrzeuge besichtigt und erkundet werden, Atemschutzgeräte durften aufgesetzt werden, die Kinder und Erwachsenen schlüpften in die Schutzkleidung, Feuerlöscher und andere Löschmittel wurden vorgestellt.

Die Jugendfeuerwehren der Großgemeinde Driedorf hatten ihre Maxispiele – „Vier gewinnt“, „Menschenfußball“ und „Jenga“ mitgebracht und erreichten damit das Herz aller kleinen Besucher.

Bei den Einsatzfahrzeugen der Polizei wurde die Spannung groß und so mancher wurde mal kurz in Handschellen gelegt. Ein Fahrradparcours stellte die Kinder vor eine besondere Aufgabe und zum Abschluss erhielten sie dort eine Urkunde.

Das Deutsche Rote Kreuz stellte seine modernen Rettungswagen vor. Es wurde gezeigt, wie man Verbände richtig anlegt oder die Funktionsweise vieler medizinischer Gerätschaften in den Rettungswagen, wie z.B. das EKG- oder das Beatmungsgerät, erklärt. Auf Wunsch wurden auch der Blutdruck sowie der Blutzucker gemessen und der Sauerstoffgehalt im Blut festgestellt. Durch diese teilweise ersten hautnahen Kontakte verloren die Kinder Berührungsängste zu den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes.

Beim THW aus Dillenburg kletterten Jugendliche gut gesichert auf Bierkästen in schwindelerregende Höhen oder wurden in der Seifenkiste  mit Anhänger durch einen Parcours gefahren. Außerdem wurde durch viele interessante Gespräche zu Einsätzen das Interesse bei den Jugendlichen geweckt.

Zwei Vorführungen der BRH Rettungshundestaffel am Rothaarsteig e.V. auf dem angrenzenden Sportplatz zogen alle Besucher in ihren Bann. Die Einarbeitung vom Welpen bis hin zum einsatzfähigen Rettungshund wurde von Frau Ina Peter für alle Zuschauer sehr anschaulich dargestellt und die Tiere zeigten auf verschiedenen Hindernissen, wie umsichtig sie sich auf jede noch so schwierige Situation einstellen können.

Die Arbeit der Polizeihunde wurde durch Oberkommissar Volker Sirvend kommentiert und mit freiwilligen Probanden wurde eine Hundeattacke des sechsjährigen Schäferhundes Scotti ein ganz besonderes Erlebnis. Das Geschehen verfolgten die Zuschauer mit großem Interesse und waren von der Arbeit der ausgebildeten Polizeihunde sehr beeindruckt. Auch für das leibliche Wohl war durch einen Gyros-, Würstchen- und Crêpes-Wagen bestens gesorgt. Für den süßen Hunger hatten fleißige Bäckerinnen und Bäcker Hand angelegt und ihre Kuchen gespendet,  die für einen guten Zweck der Kindertagesstätte zu Gute kommen (geplante Erweiterung des Spielplatzes).

Natürlich durfte eine Hüpfburg an diesem so schönen Tag auch nicht fehlen und ließ im wahrsten Sinne des Wortes alle Kinderherzen höher schlagen.

Rückblickend ist ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer zu sagen, die diesen Tag durch ihre Unterstützung ermöglichten und damit vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein Erlebnis der besonderen Art zuteil werden ließen!

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