Bürgermeister Hardt teilt mit

Wirtschaftslage stabil - Skepsis bei Erwartungen

Wirtschaftslage stabil - Skepsis bei Erwartungen

Die Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill informiert, dass sich in der aktuellen Konjunkturumfrage der im Sommer von der Wirtschaft an Lahn und Dill erhoffte Aufwärtstrend nicht fortsetzt. Der Geschäftsklimaindex, Abbildung des Mittels aus aktueller Lagebeurteilung und Erwartungen, fällt um 4 Punkte auf 113. Als Branchenkprimus erreicht die Industrie 120 Indexpunkte, während sich der ortsansässige Großhandel mit 89 Punkten und das Kreditgewerbe mit 60 Punkten eher kritisch äußern. An der Befragung haben sich insgesamt 800 repräsentativ ausgewählte IHK-Betriebe beteiligt.

Über alle Branchen hinweg bleibt die Beurteilung der Geschäftslage auf erfreulichem Niveau stabil. Nach wie vor bezeichnen knapp 90 % der Befragten Firmen die derzeitige Situation als  "befriedigend" oder "gut". Der Blick in die Zukunft fällt hingegen skeptischer aus. Ein Fünftel der Branchenvertreter geht von einer eher ungünstigeren Entwicklung aus. Mit nur noch 19 % hoffen um 3 %-Punkte der Befragten weniger als noch im Mai auf zukünftig bessere Geschäfte. Nach plus 7 % im Sommer rutscht der Saldo der Erwartungen in der Herbstumfrage leicht ins Negative (minus 1,3 %).

Die schon zurückhaltenden Investitionsplanungen der letzten Monate bleiben davon unberührt. Der Saldo liegt mit 3 % leicht im Plus.

Das Gesamtergebnis der Herbstumfrage zeichnet ein durchaus zufriedenstellendes Stimmungsbild. Auch wenn die Indexkurve des Konjunkturklimas an Lahn und Dill leicht fällt, so verharrt sie doch auf realtiv hohem Niveau. Dies spricht  für eine weiterhin stabile Wirtschaftsenwicklung in der heimischen Region. Aufmerksamkeit erfordert die andauernd zurückhaltende Investisitonsneigung. Hier reagieren die Unternehmen einzelner Branchen offenkundig auf die sich schleichend verschlechternden wirtschaftspolitischen Ramenbedinungen am Standort.

Das Wichtigste in Kürze:

Geschäftsklima: Die Stimmung in der Wirtschaft gibt leicht nach. Der Klimaindex geht gegenüber der Vorumfrage um 4 Punkte auf 113 Punkte zurück.

Wirtschaftslage: Der Saldo verharrt auf plus 29 % und bleibt somit auf dem Niveau der Sommerumfrage.

Erwartungen: Die optimistische Einschätzung von vor vier Monaten setzt sich nicht fort. Der Saldo rutscht von 7 % auf minus 1 %.

Export: Die Exporterwartungen tragen mit einem unveränderten Saldo von 12 % positiv zu Entwicklung bei.

Investitionen: Die Investitionsneigung verharrt mit einem Saldo von 3 % auf niedrigem Niveau.

Beschäftigung: Der Saldo gibt leicht nach. Er verringert sich um 3,4 %-Punte auf minus 1 %. Auf Grund der über die letzten drei Jahre stabilen Trendlinie erwarten wir daraus kein Risiko für das hohe Beschäftigungsniveau auf dem heimischen Arbeitsmarkt.

Zurück