Flüchtlingsaufnahme in Driedorf

Seit dem 03. Dezember 2013 sind die ersten Flüchtlinge in das ehemalige Senioren- und Pflegeheim im Sonnenweg  in Driedorf eingezogen. Das Haus wurde im Herbst von dem ev. Gemeinschaftsverband an Herrn Vural verkauft, der in der Informationsveranstaltung am 27. November 2013 neben Bürgermeister Hardt, Sozialdezernent Aurand, Herrn Schreiner vom Ausländeramt des LDK und dem Dienststellenleiter der Polizeistation Herborn Geller Rede und Antwort stand. Neben den Anwohnern wurden alle Ortsvorsteher und Fraktionsvorsitzende, der Ortsbeirat Driedorf sowie die Mitglieder des Gemeindevorstandes als politische Vertreter zu der Informationsveranstaltung eingeladen.

Die mögliche Anzahl der durch den Lahn-Dill-Kreis zuzuweisenden Flüchtlingen für das ehemalige Senioren- und Pflegeheim könnte 40 Personen betragen, wobei die ersten Flüchtlinge eingetroffen sind. Es handelt sich um eine Familie mit 3 Kindern aus Afghanistan, einem Ehepaar aus Eritrea und einer Mutter mit ihrem Säugling, die ebenfalls aus Eritrea stammen.

Der zuvor erwähnte Personenkreis ist aufgeschlossen und freut sich über jegliche Form der Kontaktaufnahme. Die beiden männlichen Flüchtlinge haben sich sofort danach erkundigt, ob sie arbeiten und wie sie die Deutsche Sprache erlernen können. Hierfür suchen wir hilfsbereite Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich mit um die Belange der Flüchtlinge kümmern wollen. Ebenso sind Kleiderspenden (Handschuhe, Mützen, Winterschuhe etc.) aber auch Deutsch-Englisch-Wörterbücher und Sprachlernbücher zum Selbststudium gerne willkommen.
Am 05.12. und 09.12. wurden weitere Flüchtlinge, Familien und Einzelpersonen (Spätaussiedler) zugewiesen. Infolgedessen sind mittlerweile 17 Plätze im Heim belegt.

Neben Bürgermeister Hardt und Ortsvorsteher Groos haben sich Pfarrer Zlamal und Pastoralreferent Schermuly bereit erklärt, den ständigen Kontakt zu den Flüchtlingen zu suchen und evtl. Hilfen zu organisieren. Nur wenn wir gemeinsam Brücken bauen, wird die Integration – zu der immer zwei Parteien gehören – gelingen und die teilweise geäußerten Bedenken ausgeräumt werden können.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung konnte der Dienststellenleiter der Polizeistation Herborn aus seinem reichen Erfahrungsschatz im Umgang mit Flüchtlingen berichten. Er wies darauf hin, dass es zu keiner Erhöhung von Straftaten in den Orten gekommen ist, in denen Flüchtlinge untergebracht wurden. Neben Aurand und Hardt appellierte Geller an die Zuhörer sich der Aufgabe zu stellen und den Flüchtlingen Hilfestellungen zu geben, da diese Unterstützung zwingend notwendig ist.

Gerne stehen Bürgermeister Hardt und Ortsvorsteher Groos für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Dirk Hardt
Bürgermeister

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