Grünschnitt gehört nicht in den Wald

Wer Gartenabfälle in Wald und Flur entsorgt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit und schadet der Umwelt. Darauf weist die Abfallwirtschaft Lahn-Dill (AWLD) hin. „Leider meinen noch immer manche Gartenbesitzer, dass Grünabfälle dem Wald nicht schaden, weil es sich um verrottbares Material handelt“, erklärt AWLD-Betriebsleiter Frank Dworaczek. Doch Gras- und Strauchschnitt, Laub und Wurzeln aus dem Garten gelten als Abfall und sind als solcher zu entsorgen.

Nicht umsonst warnt das Bundesamt für Naturschutz vor der Ablagerung von Gartenabfällen in freier Natur.

Gärung und Fäulnisbildung setzten den Bäumen zu und durch den veränderten Nähstoffhaushalt werden anspruchsvolle Pflanzenarten verdrängt. Häufig wachsen an solchen wilden Abladestellen nur noch Brennnesseln.

Sogar Folgen für das Grundwasser sind denkbar.

Gartenabfälle können außerdem Wurzeln, Knollen oder Samen von nicht heimischen und konkurrenzstarken Pflanzen enthalten, die das sensible Ökosystem nachhaltig stören.

Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill weist ausdrücklich darauf hin, zur Entsorgung von Gartenabfällen die Biotonne sowie die kostenlosen Wertstoffhöfe zu nutzen. „Der Weg in Wald und Flur ist meist weiter als die nächste Sammelstelle“, stellt Frank Dworaczek klar.

Große Mengen Grünschnitt nimmt auch das Abfallwirtschaftszentrum Aßlar oder die Kompostierungsanlage in Dillenburg-Oberscheld (Deponie Schelderwald) gegen Entgelt entgegen.

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