Grußwort des Bürgermeisters für 2011

Bürgermeister Dirk Hard, Gemeinde Driedorf

Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,

für das neue Jahr 2011 wünsche ich Ihnen und Ihren Familien alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit und Gottes Segen.

Das Jahr 2011 wird in einigen Teilen unseres Landes Veränderungen in der politischen Landschaft mit sich bringen. Nicht nur mehrere Landtage werden neu gewählt, sondern bei uns in Hessen stehen am 27.März 2011 die Kommunalwahlen an. Das heißt, dass die Ortsbeiräte, die Gemeindevertretung und letztendlich auch der Gemeindevorstand eine neue Zusammensetzung erfahren werden. Sie können über Ihre Stimme direkt bestimmen, wer Ihre Interessen in den nächsten 5 Jahren in den kommunalen Gremien vertreten soll.
Bitte gehen Sie am 27. März 2011 zur Wahl und machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch!

Das Wahlrecht in Hessen bietet vielfältige Möglichkeiten, die nachfolgend kurz dargestellt sind:

Kumulieren und Panaschieren auf einen Blick

  • man darf so viele Stimmen abgeben, wie Sitze zu vergeben sind.
  • wenn man einzelne Kandidatinnen oder Kandidaten besonders unterstützen will, kann man ihnen bis zu drei Stimmen geben (kumulieren).
  • man darf seine Stimmen über alle Listen verteilen (panaschieren), die sich zur Wahl stellen.
  • man kann eine Liste durch ein einziges Listenkreuz komplett annehmen. Damit vergibt man all seine zustehenden Stimmen an die Kandidatinnen und Kandidaten dieser Liste.
  • wenn man ein Listenkreuz setzt, kann man in der angekreuzten Liste einzelne Namen streichen. Gestrichene Bewerberinnen und Bewerber erhalten dann keine Stimmen.
  • wenn man Stimmen an Bewerberinnen und Bewerber unterschiedlicher Listen vergibt, sorgt man mit einem Listenkreuz dafür, dass alle nicht direkt von ihnen verteilten Stimmen an die Bewerberinnen und Bewerber der angekreuzten Liste gehen.

In meinen Augen ist es allerdings der falsche Weg, wenn wir nur alle 5 Jahre zur Wahlurne gerufen werden. Der Protest der sich im vergangenen Herbst in Mademühlen zeigte oder der Protest bzgl des Bahnhofsumbaus in Stuttgart zeigt mir – und dies habe ich auch aus vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern Driedorfs erfahren -, dass die Bevölkerung mitgenommen werden möchte. Miteinander und nicht übereinander reden ist die Maxime.
Die Beteiligung von Ihnen an den Projekten der Zukunft, die bei uns in Driedorf erarbeitet werden sollen, liegt mir dabei besonders am Herzen. Die Gemeindevertretung hat mit Beschluss vom 09.11.2010 dem Gemeindevorstand den Auftrag erteilt, Arbeitskreise zu gründen, die sich mit dem Leitbild der Gemeinde Driedorf befassen mögen.

Dazu soll das „Projekt Driedorf 2025“ ins Leben gerufen werden. Die Auftaktveranstaltung, zu der ich Sie alle sehr herzlich einlade, findet am Donnerstag, 24.02.2011, um 19 Uhr im Bürgerhaus Driedorf statt.
Dieses Projekt soll als Leitfaden bzw Richtschnur für die zukünftigen Entscheidungen dienen. Politik lebt von der Diskussion, in der das Für und Wider erörtert und abgewogen werden, am Ende soll aber eine Entscheidungsgrundlage gefunden werden, die den Gemeindevertretern hilfreich sein wird, denn letztendlich muss die Entscheidung in der Gemeindevertretung gefasst werden.
Fragestellungen, wie soll die Großgemeinde Driedorf in der Zukunft aussehen, welche Prioritäten wollen wir setzen, welche finanziellen Auswirkungen haben unsere Ideen und Entscheidungen langfristig, wie können wir noch mehr Bürgerengagement fördern, was stellt Pflicht- und was stellt freiwillige Aufgaben der Gemeinde dar etc., sollen gemeinsam erörtert werden.
Das „Projekt Driedorf 2025“ kann allerdings nur dann erfolgreich werden, wenn sich viele Menschen aus unserer Großgemeinde daran beteiligen und mitarbeiten. In Arbeitsgruppen sollen die verschiedenen Teilbereiche wie zBsp: Finanzen, Wirtschaft, Soziales, Energie, Tourismus und Marketing erörtert werden, woraus dann konkrete Vorschläge für die politische Umsetzung erarbeitet werden sollen.
Es gibt viele gute Vorschläge, die oftmals deswegen nicht umgesetzt werden, weil sie nicht in einem Gesamtkonzept gebündelt werden oder weil sie ganz einfach nicht der breiten Masse zugänglich gemacht werden.

Mir ist bewusst, dass die Aktivierung der Mitarbeit der Bevölkerung nicht die finanziellen Probleme der Gemeinde lösen kann; sie ist aber eine wichtige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit Driedorfs, weshalb die zivilgesellschaftlichen Projekte auf das Tableau der Kommunalen Selbstverwaltung gehören. Ob pflichtige oder freiwillige Aufgabe, prinzipiell werden alle Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger erbracht. Von daher ist es notwendig, die Bürger und die gesellschaftlichen Organisationen bei der Frage der Konsolidierungspotentiale einzubinden. Es macht allerdings keinen Sinn, dass die Politik die zu erarbeitenden Vorschläge ins Leere laufen lässt, denn die Menschen erwarten zu Recht eine Rückmeldung und Beachtung des eingebrachten Engagements.
Wer sich aktiv engagiert, der macht das nicht, um Geld zu verdienen, nicht um zu verwalten, sondern er tut es, um zu gestalten! Packen wir´s gemeinsam an.

Ihr Bürgermeister
Dirk Hardt

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