Krippenneubau zügig auf den Weg bringen

Gebäudekomplex Kindergarten und DGH Mademühlen

In der letzten Gemeindevertretersitzung hat Bürgermeister Hardt 3 Varianten bzgl. eines Kinderkrippen- neu bzw. -umbaus in das Parlament zur Diskussion eingebracht.
Bereits im Januar hatte der Bürgermeister gegenüber dem Ortsbeirat Mademühlen angeregt, einen Verein zu finden, der den Gebäudekomplex DGH und Kindergarten übernimmt, um den Standort des Mademühlener Kindergarten und das DGH erhalten und sichern zu können. Diese Anregungen stellte Bürgermeister Hardt dann in der Bürgerversammlung im DGH Mademühlen am 01.02.2011 der breiten Öffentlichkeit vor. Als einziger Verein bekundete die Christliche Gemeinde Mademühlen Interesse, den Gebäudekomplex zu übernehmen. Nachdem der Verein sämtliche der Gemeinde Driedorf vorliegenden Unterlagen prüfen und sichten und sich somit ein Bild der vorzunehmenden Arbeiten machen konnte, erfolgte die feste Zusage zur Übernahme durch  die Christliche Gemeinde. Erst danach konnten die bereits entwickelten und angedachten Varianten in das Parlament eingebracht werden.

Die Varianten sehen wie folgt aus:

  1. Die Christliche Gemeinde Mademühlen erwirbt  den gesamten Gebäudekomplex DGH / Kindergarten aufgrund des hohen Sanierungsrückstaus zum Kaufpreis für den obligatorischen Euro. Die Gemeinde Driedorf wird den derzeit bestehenden Kindergarten erweitern und die erforderlichen Bau- und Brandschutzmaßnahmen vornehmen und dafür ca. 120.000 € verauslagen. Nach dem Umbau würde der Gesamtkomplex in das Eigentum der Christlichen Gemeinde übergehen und der Kindergartenbereich würde dann zu einem Preis von ca. 25.000 € Jahresmiete von der Gemeinde Driedorf langfristig  zurückgemietet werden, wobei die Christliche Gemeinde die Jahresmiete in die Sanierung und Erneuerung des gesamten Gebäudes reinvestieren muß. Des Weiteren soll das DGH nach wie vor und dauerhaft allen Bürgerinnen und Bürgern gemäß der geltenden Bestimmungen der Gemeinde Driedorf zur Nutzung zur  Verfügung stehen. Sofern sich der Trägerverein  auflösen sollte, wird vertraglich festgelegt, dass der Gebäudekomplex wieder zu dem Preis von einem Euro an die Gemeinde Driedorf zurückgeht. Dies würde bedeuten, dass die bis dahin investierten Gelder nicht verloren gehen.
    Ein Neubau einer Gruppe für die 3-6 jährigen Kinder und von 2 Gruppen für die 0-3 jährigen Betreuung gemäß der ab 2013 geltenden Gesetzeslage könnte dann oberhalb des derzeitigen Gebäudekomplexes in Mademühlen errichtet werden, wobei diese Grundstücke angekauft werden müßten.
  2. Es verbleibt bei der in Variante 1 dargestellten Übernahme des DGH/Kindergartengebäudes durch die Christliche Gemeinde Mademühlen zu den zuvor genannten Konditionen.
    Ein Neubau würde anstatt oberhalb des DGH/Kindergartenkomplexes Mademühlen in Driedorf neben dem Rathaus erfolgen, was den Vorteil mit sich bringen würde, dass das Grundstück nicht gekauft werden müßte, da es in voll erschlossenem Zustand im Eigentum der Gemeinde Driedorf steht. Das derzeit bestehende Gebäude würde abgerissen und dann durch den Neubau ersetzt werden.
  3. Der Gebäudekomplex DGH/Kindergarten in Mademühlen würde abgerissen und es würde an gleicher Stelle ein Neubau mit 2 Gruppenräumen für die Krippenbetreuung und 3 Gruppenräumen für die 3-6 jährigen Kinder errichtet. In dieser Variante ist auch ein Nutzungsabschnitt für einen Mehrzweckraum von 100 Sitzplätzen eingeplant, wobei die für die Gemeinde Driedorf zuständige Kommunalaufsicht des LDK als dem Hess. Innenministerium unterstehende Landesbehörde bereits eindeutig zu erkennen gegeben hat, dass die Kosten eines solchen Mehrzweckraums als freiwillige Leistung angesehen werden und die Kostenausgabe im kommunalen Haushalt  nur dann genehmigt werden würde, wenn andere freiwillige Leistungen der Gemeinde Driedorf reduziert oder gestrichen werden würden. Unter die freiwilligen Leistungen fallen u.a. die Zuschüsse für die Vereine, die zur Verfügung Stellung des Kindergartenbusses, die Durchführung der Seniorenfahrt etc.

Nach vorläufigen Schätzungen würden sich die Kosten für die verschiedenen Varianten wie folgt darstellen:

Var.1) 1.993.000 €
Var.2) 1.759.000 €
Var.3) 2.508.000 €

Parallel zu den dargestellten 3 Varianten wird derzeit vor dem Hintergrund des sog. „PPP“ (Public Private Partnership) – darunter wird die Mobilisierung privaten Kapitals und Fachwissens zur Erfüllung staatlicher Aufgaben verstanden – geprüft, ob mit privaten Investoren eine kostengünstigere Variante erzielt werden kann.
Die Ortsbeiräte der betroffenen Ortsteile Mademühlen und Driedorf sowie die verschiedenen Ausschüsse der Gemeindevertretung werden in den nächsten Wochen die Thematik eingehend beraten.

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