Lahn-Dill Kreis auf der Datenautobahn - Baubeginn für schnelles Internet in Bischoffen

Presseinformation des Lahn-Dill-Kreises

  • Rund 80 Kilometer Glasfaser und 73 Verteiler voll intelligenter Technik
  • Mehr Tempo im Internet: bis zu 50 MBit/s
  • Rund 11.200 Haushalte können ab Oktober 2015 schnelles Internet nutzen

Im Beisein von zahlreichen Ehrengästen erfolgte am Aartalsee in Bischoffen der erste Spatenstich und damit Startschuss für eines der größten Infrastruktur-projekte im Lahn-Dill-Kreis. Im ersten von sieben Bauabschnitten des kreisweiten Ausbauprojekts werden 80 Kilometer Glasfaser und 73 Multifunktionsgehäuse ab Oktober 2015 für schnelle Internetanschlüsse sorgen. Für die rund 11.200 Haushalte im Ausbaugebiet der Kommunen Aßlar, Bischoffen, Ehringshausen, Herborn, Hohenahr, Mittenaar und Siegbach werden Datenübertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) möglich sein. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Die Deutsche Telekom hatte die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau im Lahn-Dill Kreis gewonnen. Es wurde vereinbart, dass das Projekt in 30 Monaten flächendeckend fertig gestellt ist. Insgesamt sollen rund 180 km Rohre für Glasfaser verlegt werden. Über 500 Kabelverzweiger (graue Kästen an den Straßen) werden mit neuer Technik zu Multifunktionsgehäusen ausgebaut.

Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson, Landrat Wolfgang Schuster, die Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller, Frank Inderthal, Bürgermeister von Solms und Vorsitzender der Bürgermeister-Kreisversammlung, Ulrich Adams, Vorstandsbeauftragter der Telekom und der IHK-Präsident Eberhard Flammer schwangen gemeinsam die Spaten, um das Projekt auf den Weg zu bringen.

Hessens Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson wies auf die bisherige Landesunterstützung in Höhe von ca. 210.000 Euro aus EU- und Landesmitteln für die Planung des Projekts hin. „Schnelles Internet ist eine unverzichtbare Infrastruktur für Bürger und Unternehmen“, sagte Samson. „Deswegen will die Landesregierung, dass Ende 2018 eine flächendeckende Versorgung in ganz Hessen besteht. Mit seinem Ausbauprojekt trägt der Lahn-Dill-Kreis wesentlich dazu bei, dass wir dieses Ziel erreichen.“

Schuster und Flammer: „Ein Tag voller Freude, Stolz und Dankbarkeit“
Dieser Tag sei für ihn, so Landrat Schuster und IHK Präsident Flammer, ein Tag, der ihn mit Freude, Stolz und Dank erfülle. Er sei überzeugt, dass mit diesem einmaligen Solidar-Projekt zwischen dem Lahn-Dill-Kreis und den 21 Städten und Gemeinden der Kreis „zukunftsfähig“ gemacht wird. Zudem erhofft sich der Kreischef neue wirtschaftliche Impulse, ein Entgegenwirken zur „Landflucht“, Hilfen im Bildungsbereich sowie die Erschließung weiterer Nutzungsbereiche. Kreis und Kommunen bringen je zur Hälfte die notwendige „Deckungslücke“ von 8,4 Mio Euro (ggf. zuzüglich Umsatzsteuer) auf. Landrat Wolfgang Schuster: „Wir hoffen, diese Summe bleibt von der Umsatzsteuer befreit. Es wäre fatal, wenn der Bund 830.000 Euro und das Land Nordrhein-Westfalen 730.000 Euro auf Grund unserer kommunalen Breitbandinitiative einnehmen würden.

Auch IHK Präsident Eberhard Flammer machte deutlich, dass nun ein Standortnachteil beseitigt werde, der die weitere wirtschaftliche Entwicklung im heimischen Wirtschaftsraum hemme. Die jüngste IHK Standortuntersuchung hatte erneut ergeben, dass für die Unternehmen der größte Handlungsdruck beim Breitbandausbau bestehe.
Kreishandwerksmeister Ralph Jeschke zeigte sich über den Startschuss für das enorm wichtige Strukturprojekt im Lahn-Dill-Kreis erfreut. Er wünsche sich, dass ein Stück des „Investitionskuchens“ seinen Handwerkskollegen im Kreis zu falle.

Ulrich Adams, Deutsche Telekom: „Das neue Netz der Zukunft bauen“
„Wir freuen uns, dass wir heute starten und das tun werden, was wir am besten können: Das neue Netz der Zukunft bauen.“, sagt Ulrich Adams, Vorstands-beauftragter für den Breitbandausbau in Deutschland beim Spatenstich. „.Dabei halten sich die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger durch die Bauarbeiten in Grenzen. Wir gehen stets in überschaubaren Abschnitten voran. Am Schluss wird sich das Warten gelohnt haben. Schnelle Internetanschlüsse sind ein Standortvorteil – für den Landkreis im Ganzen, aber auch für jede einzelne Kommune und Immobilie.“

Die Telekom legt die Reihenfolge autonom fest und geht dabei ausschließlich nach technischen und kalkulatorischen Gesichtspunkten vor. Weder die politischen Gremien noch die Steuerungsgruppe haben Einfluss auf die Reihenfolge der sieben Bauabschnitte.

Informationsabende in den Städten und Gemeinden geplant

Die Steuerungsgruppe beabsichtigt, gemeinsam mit der Deutschen Telekom, pro Kommune je einen Informationsabend anzubieten, um frühzeitig Fragen aus der Bevölkerung zu beantworten.

Wie VDSL funktioniert

VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine Breitbandtechnologie. Sie nutzt für die Übertragung von Daten eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserleitungen. VDSL unterscheidet sich von DSL (Digital Subscriber Line) durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL wird derzeit eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) beim Herunterladen erreicht. Ein DSL-Anschluss schafft bis zu 16 MBit/s.
Je näher die Glasfaserleitung an die Teilnehmeranschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Die Glasfaser transportiert das Datensignal bis zum Multifunktionsgehäuse (MFG), dem großen grauen Kasten am Straßenrand, einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Von hier aus wird das Signal über das Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

Dafür wird Bandbreite benötigt

Für das einfache Surfen, das Lesen von E-Mails und selbst für das Herunterladen von einzelnen Musiktiteln reichen DSL-Geschwindigkeiten. Mit dem Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL ist mehr möglich: Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen – auch in HD-Qualität (High Definition) – ist über diesen Anschluss gleichzeitig möglich. Die hohe Datenrate von VDSL verkürzt die Ladezeiten von Webseiten und Dokumenten erheblich und Streaming-Angebote von Musikanbietern und Videoportalen laufen ruckelfrei. Aber auch die Wirtschaft in der Region Lahn-Dill braucht dringend schnelles Internet.

Die Deutsche Telekom baut seit 2006 VDSL aus. Derzeit können rund zwölf Millionen Haushalte das Hochgeschwindigkeitsnetz nutzen. Bis Ende 2016 werden es rund 24 Millionen Haushalte sein.

Weitere Informationen

Interessenten für einen neuen Anschluss können sich über die kostenlose Hotline 0800 330 3000 oder auf www.telekom.de/schneller über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife informieren und vorab registrieren lassen.

Wer bereits einen DSL-Anschluss von der Telekom nutzt, kann ebenfalls jederzeit ins neue Netz wechseln. Hier genügt ein Anruf beim Kundencenter: 0800 330 1000.

 

Ansprechpartner für die Medien:

Lahn-Dill-Breitband-Initiative (LDBI) Deutsche Telekom AG
Kreiskoordinator Corporate Communications
Manfred Orth George-Stephen McKinney
Tel.: 02771-8489557 (Home-Office) Tel.: 0228 181–4949
E-Mail: info@Lahn-Dill-Breitband.de E-Mail: medien@telekom.de

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