„Weihnachten im Schuhkarton®“ beschenkt Kinder in Not

Auch in diesem Jahr war die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in unserer Region sehr erfolgreich. Von vielen Annahmestellen kamen die Päckchen in Beilstein  zusammen, wo sie kontrolliert und soweit nötig ergänzt, und dann in Versandkartons verpackt und im Laden der Familie Link gelagert wurden. Am Schluss waren es 1321 Schuhkartons, die in 125 Versandkartons am 28. November abgeholt werden konnten. Aus Driedorf, Münchhausen und Mademühlen kamen wieder viele Schuhkartons zusammen.  Das waren wieder fast genau so viele Kartons wie im letzten Jahr.

Das bedeutet: 1328 strahlende Kinder können zum ersten Mal in ihrem Leben ein Weihnachtsgeschenk in Empfang nehmen und erfahren, dass völlig fremde Menschen an sie denken und Ihnen ohne sie zu kennen etwas schenken.  Aber das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus unserer Region. In vielen hundert Sammel- und Annahmestellen wurden die Kartons zusammengetragen, verpackt und sind auf dem Weg in die Zentrallager. Von dort aus werden sie mit LKW, Bahn und allen möglichen Transportmitteln bis hin zum Eselskarren zu den Empfängern gebracht. Örtliche Organisationen wie. z.B. Kirchengemeinden, Schulen u.ä.  verteilen in Zusammenarbeit mit Vertretern von „Geschenke der Hoffnung“ die Päckchen dann an die Kinder. So ist gewährleistet, dass die Geschenke auch ankommen. In ganz Deutschland waren es im letzten Jahr knapp eine halbe Million Schuhkartons, die vor allem in die ärmsten Regionen Ost- und Südosteuropas gebracht wurden.

Es wird oft gesagt, dass so ein Weihnachtsgeschenk gegen die allgemeine Armut doch gar nichts bewirken kann, aber das stimmt nicht. Weil die Päckchen von Organisationen vor Ort oft in sozialen Brennpunkten wie Siedlungen von Sinti und Roma verteilt werden, dienen sie oft erst einmal als Türöffner in diese Bereiche. Es werden Kontakte z.B. zu Kirchengemeinden und anderen sozialen Institutionen hergestellt, Mütter gehen in Mütterkreise, Kinder werden zu regelmäßigem Schulbesuch angehalten und bekommen Hausaufgabenhilfen und soziale Kontakte, die sie aus ihrer Perspektivlosigkeit herausführen können. Junge Leute berichten, wie sehr dieses Geschenk und der damit angeknüpfte Kontakt ihr Leben verändert hat. Gerade in unserer Situation mit der Vielzahl an Migranten ist das ein wichtiger Aspekt. Wer zu Hause eine Perspektive sieht, verlässt seine Heimat nicht leichtfertig auf falsche Versprechen hin.

Auf diesem Weg soll daher allen Menschen, die einen Schuhkarton gepackt haben, und vor allem den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, ohne die eine so große Zahl nicht zu bewältigen gewesen wäre, herzlich gedankt werden.  In diesem Jahr kamen, auch bedingt durch das späte Ende der Herbstferien, alle Schuhkartons in sehr kurzer Zeit bei den Annahmestellen zusammen und wären ohne die vielen Freiwilligen gar nicht mehr rechtzeitig versandfertig geworden.

Alles, was in den Empfängerländern vom Zoll nicht erlaubt ist (gebrauchte Kleidung, Nussschokolade, Kekse usw.) und deshalb bei der Kontrolle der Päckchen aussortiert werden musste, wird auch noch einem guten Zweck zugeführt: Die Kindertafel in Wetzlar-Niedergirmes freut sich auch dieses Jahr über mehrere Kartons mit Süßigkeiten Spielsachen usw.

Bilder von den Verteilreisen sind im Internet ab Ende Dezember/Anfang Januar zu sehen unter: „www.weihnachten-im-schuhkarton.org“ Dort kann man sehen, wo die Schuhkartons verteilt werden, und auch Berichte darüber lesen, was so ein Geschenk bewirkt.

Zurück