„Wilder Abfall“ ist kein Kavaliersdelikt

Abfallwirtschaft behält illegale Ablagerungen im Blick

Grafik: „Wilde Abfälle“ im Lahn-Dill-Kreis 2010 – 2013

Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill (AWLD) weist ausdrücklich darauf hin, dass die illegale Ablagerung von Abfällen kein Kavaliersdelikt ist. Es handelt sich mindestens um eine Ordnungswidrigkeit, in vielen Fällen sogar bereits um eine Straftat. Der Eigenbetrieb des Lahn-Dill-Kreises bittet deshalb darum, die vielfach kostenlosen Abgabemöglichkeiten im Lahn-Dill-Kreis zu nutzen.

Beinahe jede Kommune verfügt über einen Wertstoffhof, an denen samstags Kleinmengen von Grünschnitt, Altholz, Altpapier, Bauschutt und Altmetall sowie Elektrokleingeräte kostenfrei abgegeben werden können. Und die Öffnungszeiten wurden an den allermeisten Standorten sogar um zwei Stunden verlängert. Darüber hinaus können größere Elektroaltgeräte wie z.B. Kühlschränke oder Fernseher am Abfallwirtschaftszentrum Aßlar, bei der GWAB in Wetzlar und der SITA in Dillenburg-Oberscheld kostenfrei abgegeben werden.

Das Schadstoffmobil sowie die Sperrabfallabfuhr, die unter der Sperrabfall-Hotline 06441 407-1899 mehrfach im Jahr kostenfrei angemeldet werden kann, komplettieren zudem das Angebot ortsnaher Entsorgungsmöglichkeiten. „Der Weg in Wald und Flur ist in der Regel weiter als die nächste kostenlose Sammelstelle“, stellt AWLD-Betriebsleiter Frank Dworaczek klar.

Abfuhrtermine, Sammelstellen und Öffnungszeiten sind im Abfallkalender und auf www.awld.de aufgeführt.

Im vergangenen Jahr wurden kreisweit etwa 36 Gewichtstonnen „wilde Abfälle“ registriert, in 2012 waren es 33 Tonnen und im Jahr zuvor 41 Tonnen. Zum Verhältnis: Insgesamt wurden in 2013 im Lahn-Dill-Kreis 127.000 Tonnen Siedlungsabfälle eingesammelt. „Bislang spielen wilde Ablagerungen in der Abfallmengenbilanz somit eine eher untergeordnete Rolle. Wir werden die Entwicklung jedoch sehr genau beobachten“, verspricht der Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent des Lahn-Dill-Kreises Heinz Schreiber allen Bürgerinnen und Bürgern, die nach Inkrafttreten der neuen Abfallsatzung eine Zunahme illegaler Ablagerungen befürchten.

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